Vom Stresemannplatz die allerbesten Wünsche für ein gutes und unfallfreies Jahr 2026!
Zum Jahresanfang ein kurzer Rückblick und ein Ausblick auf die kommenden Aufgaben unserer Initiative für Verkehrssicherheit.
Mit vielfältigen Aktionen haben wir 2025 daran gearbeitet, das Problem des motorisierten Durchgangsverkehrs am Stresemannplatz auf die politische Agenda zu setzen. Ihr habt alle dazu beigetragen, unsere Petition (mit 798 Unterschriften!), die Verkehrszählung und unsere Kundgebung erfolgreich zu realisieren und zu unübersehbaren Zeichen für akuten Änderungsbedarf zu machen. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für die vielfältige Unterstützung!
Diese Aktionen machten klar, dass unser Ziel, einer raschen und nachhaltigen Verbesserung der unsicheren Verkehrssituation im Viertel, von sehr vielen Menschen geteilt wird. Unterstützt von einem breiten Medienecho verfehlten sie ihre Wirkung nicht und trugen sicher dazu bei, dass die Dresdner Stadtverwaltung inzwischen Handlungsbedarf am Stresemannplatz sieht.
Am 19. Dezember 2025 hatten wir – Christoph Wegler und Peter Skyba für ‚Unser Stresemannplatz‘ – ein Gespräch, an dem von Seiten der LH Dresden unter anderem Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn, Simone Prüfer – Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes – und Christian Barth – Leiter des Stadtbezirksamtes Blasewitz – teilnahmen. Erfreulich war, dass auch die städtische Seite den Durchgangsverkehr über den Stresemannplatz als Problem anerkannte und erste Optionen für seine Eindämmung vorlegte, die wir in angenehm sachlicher Gesprächsatmosphäre kurz diskutierten. Vor einer Entscheidung über die künftige Verkehrsführung möchte die Stadt im Frühjahr zunächst eine eigene Verkehrszählung organisieren. Auf der Grundlage der Ergebnisse soll eine tragfähige Lösung zur Begrenzung des Durchgangsverkehrs und zur Stärkung der Verkehrssicherheit erarbeitet werden. Der Vorschlag wird im Sommer bei einer Sitzung des Stadtbezirksbeirates Blasewitz der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Davor werden sich Vertreter:innen von Stadt und ‚Unser Stresemannplatz‘ zu einem weiteren Gespräch treffen.
Wir von hätten natürlich eine schnellere Lösung begrüßt, schließen uns aber der Auffassung an, dass die Planung effektiver verkehrslenkender Maßnahmen eine verlässliche Datengrundlage erfordert. Insofern werden wir den Prozess in den kommenden Monaten eng und – bei Bedarf – aktiv begleiten und über Neuigkeiten und eventuell anstehende Aktionen informieren.
Wir plädieren für eine Reihe von Pollern am Stresemannplatz quer über die Straße auf Höhe des Eingangs des Spielplatzes.
Damit wäre die „Rennstrecke“ Krenkelstraße – Stresemannplatz – Lipsiusstraße für Pkw und Lkw in gerader Richtung nicht mehr
passierbar. Dies hätte eine erwünschte Verlängerung der Durchfahrtsdauer zur Folge, was die Passage
unattraktiver machen und damit – auch dies ist erwünscht – die Routenvorschläge der Navigationsprogramme in den Fahrzeugen
wieder auf die Hauptverkehrsadern lenken würde. Gleichzeitig behindert eine Pollerreihe den Pkw-Verkehr der
Anwohnerschaft bzw. der Menschen, die hier arbeiten, nur minimal, während der Fuß- und Radverkehr überhaupt nicht
eingeschränkt wird. Wir versprechen uns von dieser Lösung eine effektive Reduktion des motorisierten Durchgangsverkehrs und
damit die dringend notwendige Verbesserung der Sicherheit gerade der schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.
Die große Beteiligung an unserer Kundgebung am 22. Oktober 2025 bringt kräftigen Rückenwind für unser Ziel, das Viertel um den Stresemannplatz vom Pkw- und Lkw-Durchgangsverkehr zu befreien. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten deutlich, dass sie die Blechlawine und die davon ausgehende Unfallgefahr nicht länger akzeptieren. Beiträge bei der vom ADFC unterstützten Demonstration zeigten sehr konkret auf, wie der überbordende motorisierte Durchgangsverkehr gerade zu den Hauptverkehrszeiten die Sicherheit, insbesondere der Kinder auf dem Schulweg und des Fahrradverkehrs auf der Radvorrangroute Ost, permanent bedroht.
Unsere Kundgebung hatte ein sehr erfreuliches Medienecho.
Alle größeren Dresdner Tageszeitungen (Dresdner Neueste Nachrichten, Sächsische Zeitung, Tag24)
berichteten über die Verkehrsprobleme hier im Viertel, über unsere Initiative und unseren Vorschlag zur Stärkung der
Verkehrssicherheit.
Auch das Sachsen Fernsehen sendete einen längeren Beitrag.
Neben der großen Beteiligung und dem breiten
Medienecho sind die zahlreichen Rückmeldungen positiv hervorzuheben. Wir haben von Anfang an offen kommuniziert, auf
Website, Plakaten, Petitionsaufruf und Flyern unsere E-Mail-Adresse genannt und waren geradezu überrascht von der
Vielzahl zustimmender Meinungsäußerungen. Die hier eingegangenen zahlreichen Mails zeugen von einem erheblichen Unmut,
vereinzelt auch von Angst und Zorn wegen der hiesigen Verkehrssituation und der breit geteilten Forderung nach
Besserung. Genauso überrascht waren wir von dem fast vollständigen Ausbleiben negativer Reaktionen.
Dass die Verkehrsbelastung ein drängendes Thema für die Anwohnerschaft ist, zeigt nicht zuletzt auch die
enorme Zustimmung zu unserer E‑Petition.
Mit dem Rückblick auf die letzten Wochen freuen wir uns sehr, dass es gelungen ist, die Forderung der Anwohnerschaft
nach einer Stärkung der Verkehrssicherheit und einer Reduktion des Pkw-Durchgangsverkehrs gemeinsam in der
Öffentlichkeit deutlich zu machen. Das gibt Kraft für die kommenden Schritte.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Verkehrssituation am Stresemannplatz gemacht?
Was sollte sich
Ihrer Meinung nach ändern?
Schreiben Sie uns!
Unser-Stresemannplatz@email.de
Unser Stresemannplatz - Initiative für Verkehrssicherheit und Lebensqualität im Wohnviertel
Dr. Peter
Skyba
Krenkelstraße
2, 01309 Dresden
E-Mail: Unser-Stresemannplatz@email.de